Das Künstler*innenbuch versammelt 48 auf rosa Seidenpapier gedruckte Zeichnungen, in denen Bild und Schrift untrennbar ineinandergreifen. Ausgeführt in schwarzer Tinte und roter Lasur verzahnen sich Textelemente und Bildfiguren, laufen entlang einer Erzählung, die titelgebend beginnt mit dem Satz “I died and spend 20 minutes in hell”. Der Einfluss literarischer Stimmen auf die Malerei zeigt sich in 20 Minutes beispielhaft durch den Bezug zur neuseeländischen Schriftstellerin Katherine Mansfield sowie in der Art, wie alltägliche Beobachtungen in Licht, Farbe und Text überführt werden – oder einer direkten Referenz wie das Rezept für einen “Katherine Mansfield pudding”.
Jutta Koether lebt und arbeitet in Berlin und New York. Von 2010 bis 2024 war sie Professorin für Malerei an der HFBK Hamburg. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in internationalen Kunstinstitutionen gezeigt, unter anderem Museum Brandhorst, München; Mudam Luxembourg; Museum Abteiberg, Mönchengladbach; Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto; Moderna Museet, Stockholm; Van Abbemuseum, Eindhoven oder in der Kunsthalle Bern. 2025 erhielt sie den Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg.